Kultur Nachricht

Shincheonji-Ehrenamt in Frankfurt: Freiwillige sammeln Müll rund um die Galluswarte

Shincheonji-Ehrenamt in Frankfurt: Freiwillige sammeln Müll rund um die Galluswarte

Frankfurt – In Frankfurt haben sich am Sonntag 73 Ehrenamtliche zu einer Müllsammelaktion im Stadtteil Gallus versammelt. Die Organisatoren hatten ursprünglich mit 50 Teilnehmenden gerechnet. Die Initiative ging von Absolventinnen und Absolventen des „Zion Christlichen Missionzentrums“ aus, das der umstrittenen südkoreanischen Glaubensgemeinschaft Shincheonji zugeordnet wird.

Die Aktion fand an der Galluswarte statt, einem verkehrsreichen Knotenpunkt im Westen der Stadt. Ausgerüstet mit Handschuhen, Greifzangen und Müllsäcken sammelten die Freiwilligen Abfälle auf Wegen, Grünflächen und rund um Haltestellen. Ziel sei es gewesen, einen sichtbaren Beitrag zur Sauberkeit im Stadtteil zu leisten und Verantwortung für das unmittelbare Umfeld zu übernehmen, hieß es von den Beteiligten.

Nach Angaben der Gruppe stand die Müllsammelaktion im Zeichen eines Leitworts des Vorsitzenden von Shincheonji, Lee Man-Hee, „ein Licht in der Welt“ zu sein. Besonders die diesjährigen Absolventen des Schulungsprogramms nutzten die Gelegenheit, ihre Dankbarkeit für den Abschluss „nicht nur mit Worten, sondern durch konkrete Tat“ auszudrücken. Man wolle „etwas an Gott zurückgeben“ und zugleich „zur Bewahrung seiner Schöpfung beitragen“, erläuterten Teilnehmer vor Ort.

Mit Blick auf die interne Abschlussfeier am 30. November in Frankfurt sehen die Organisatoren die Müllsammelaktion als Auftakt einer Reihe weiterer Aktivitäten. Die freiwillige Sammelaktion werde als Teil breiterer „Shincheonji soziale Initiativen“ verstanden, betonten Vertreter der Gruppe. Neben religiösen Angeboten wolle man künftig stärker durch sichtbare Shincheonji-Freiwilligenarbeit im öffentlichen Raum in Erscheinung treten.

Wie in vielen deutschen Städten wird auch in Frankfurt ehrenamtliches Engagement für Sauberkeit und Stadtbild von Kommunen grundsätzlich begrüßt. Unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft ergänzen solche lokalen Aktionen die Arbeit der städtischen Dienste. Vor Ort berichteten Anwohner, sie nähmen die Präsenz der Helfer positiv wahr, ungeachtet der religiösen Zugehörigkeit der Gruppe.

Ob und in welchem Umfang weitere Projekte im Rahmen des Shincheonji-Ehrenamts folgen, blieb zunächst offen. Die Absolventen des Missionzentrums kündigten jedoch an, ihr Engagement im Bereich Umwelt und Nachbarschaftshilfe fortsetzen zu wollen. Die Müllsammelaktion in Frankfurt dürfte damit nicht die letzte Initiative dieser Art gewesen sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert